KI macht Adobe Lightroom für Linux möglich

Vermischtes

Nach wie vor gibt es bei vielen Menschen Bedenken, wenn es um den Wechsel zu Linux geht. Oft hängt das mit einer bestimmten Software zusammen, die unter Linux Distributionen nicht läuft. Oder zumindest nur über Umwege zum Laufen gebracht werden kann. Ein gutes Beispiel dafür sind einige Produkte aus dem Hause Adobe, die nicht nativ für Linux angeboten werden.

Doch in dieser Hinsicht scheint sich etwas zu bewegen, denn es ist jetzt gelungen, Adobe Lightroom für Linux verfügbar zu machen. Dabei handelt es sich um ein Open-Source-Projekt, das mit dem KI-Assistenten Claude Code einen Weg gefunden hat, das Programm lauffähig zu machen. Es ging im Kern vor allem darum, DLLs zu ersetzen, die wichtig im Windows-Kontext sind, aber von Linux nicht verstanden werden können. Näheres dazu gibt es im Folgenden zu erfahren.

So läuft Lightroom unter Linux

Tatsächlich lief Adobe Lightroom auch schon vorher unter Linux, allerdings nur Android und damit eben nur die mobile Version. Jetzt ist es aber gelungen, die Desktop-Variante verfügbar zu machen. Dafür verantwortlich ist der Nutzer Sander110419, der 55 Millionen Tokens für den KI-Assistenten Claude Code nutzte, um das Kunststück hinzubekommen, die Software unter Linux zum Laufen zu bringen. Es handelt sich um ein Open-Source-Projekt, das Mitte Mai 2026 verfügbar gemacht wurde. Fast der gesamte neue Code wurde von der Version Claude Opus 4.7 geschrieben. Dabei gab es einen simplen Startbefehl, der besagte, dass Lightroom CC unter Linux zum Laufen gebracht und eine Anleitung erstellt werden soll.

Es gab dann noch einige Rückfragen, doch letztendlich ist es gelungen, eine große Menge Code zu verarbeiten. Damit Lightroom unter Linux laufen kann, braucht es aber Wine 11.8. Diese Kompatibilitätsschicht ermöglicht es grundsätzlich, dass Windows Programme unter Linux laufen können. Außerdem braucht es eine Grafikkarte mit Vulkan-Treiber. Im Code wurden vor allem Ersatz-Bausteine für die DLLs geschrieben, die es unter Windows gibt. Daher wurde auch kein Urheberrecht verletzt, da nicht direkt der Code der Software verändert wurde. Zudem braucht es auch weiterhin ein kostenpflichtiges Adobe-Creative-Cloud-Abo, um die App nutzen zu können.

Die Vorteile von Lightroom CC

Die Vorteile von Lightroom CC Es gibt viele Vorteile, die mit Adobe Lightroom einhergehen. Das CC bedeutet Creative Cloud und verweist darauf, dass das Programm mit einem Cloud-Speicher arbeitet. Das ermöglicht ein hohes Maß an Sicherheit und Flexibilität. Die Software wurde speziell für Fotografen entwickelt und verbindet die Verwaltung von Fotos mit der Bildbearbeitung. Mit Lightroom können Fotos im RAW-Format bearbeitet werden.

Diese Rohdaten enthalten alle Bildinformationen, sodass beliebig mit Kontrasten, Farben, Schärfe und Belichtung gearbeitet werden kann. Darüber hinaus ist eine sehr praktische Katalogisierung der Fotos möglich. Unter anderem durch die Bewertung mit Sternen, Schlagworten und Farbmarkierungen. Großer Pluspunkt: Die originalen Bilddateien gehen nie verloren, da jeder Bearbeitungsschritt gespeichert wird.

Fazit zu Adobe Lightroom für Linux

Fazit zu Adobe Lightroom für Linux Wer bisher den Schritt zu Linux nicht gewagt hat, weil die liebste Fotosoftware nicht lief, der hat jetzt mehr Optionen zur Verfügung. Einem Entwickler ist es mit der Hilfe der Künstlichen Intelligenz Claude Code gelungen, Adobe Lightroom CC für Linux lauffähig zu machen. Somit kann die Software jetzt auch am Desktop genutzt werden, sofern die Linux-Distribution über Wine 11.8 verfügt und Vulkan-Treiber für die Grafikkarte. In großen Teilen wurden DLLs ersetzt, damit das Programm laufen kann. Die Installation ist einfach. Über GitHub kann das automatische Skript heruntergeladen werden. Dazu braucht es den offiziellen Offline-Installer von Adobe, der dann in den entsprechenden Ordner verschoben wird.