BuddyPress verwandelt WordPress in soziale Netzwerke
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Mit WordPress hat jeder die Möglichkeit, eine eigene Webseite aufzubauen, auf der er beliebige Inhalte teilen kann. Dabei spielt es fast keine Rolle, was man dort veröffentlichen möchte, also ob es Rezepte zum Kochen sind, Reiseeindrücke oder Einblicke in das liebste Hobby.
Doch wenn man mehr als nur die Einweg-Kommunikation wünscht, also auch viele andere Menschen beteiligt sein sollen, braucht es schon etwas mehr als die einfache Vorlage von WordPress. Und da kommt BuddyPress ins Spiel. Dabei handelt es sich um ein Open-Source-Plugin, mit dem das Content-Management-System in ein vollwertiges soziales Netzwerk umgewandelt werden kann. So kann eine Webseite für eine moderne Online-Community erstellt werden. Und das Beste daran ist, dass das Plugin kostenlos genutzt werden kann. Wie das geht, gibt es in diesem Artikel zu erfahren.
Was ist BuddyPress?
Der Name ist natürlich absichtlich so gewählt worden, da es sich bei BuddyPress um ein kostenloses Plugin handelt, das speziell für WordPress entwickelt wird. Letzteres ist ein Content-Management-System, mit dem eigene Webseiten und Blogs erstellt werden können. BuddyPress erweitert das CMS um eine Mechanik, mit der moderne soziale Netzwerke betrieben werden können. Das bedeutet, dass Nutzer Profile anlegen können, um fortan als Mitglieder zu agieren. Diese Profile können natürlich auch individuell angepasst werden. Zudem gibt es die typischen Aktivitätsfeeds, mit dem zentrale Status-Updates gemacht werden können, die auch die Möglichkeit für Interaktionen bieten.
Ferner können Gruppen und Foren erstellt werden, sodass die Nutzer in geschlossenen Räumen arbeiten können. Das ist perfekt für das gemeinsame Hobby, ebenso aber auch für Organisationen. Oft wird diese Funktion mit dem Foren-Plugin bbPress genutzt. Außerdem kann man Freundschaftsanfragen verschicken, Erwähnungen bei Beiträgen machen und private Nachrichten schicken. Genutzt werden kann BuddyPress beispielsweise in Bildungseinrichtungen, um ein universitäts- oder schulweites Netzwerk aufzubauen, an dem sowohl Studierende als auch Lehrende teilnehmen können. Weitere Anwendungsgebiete sind Unternehmens-Intranets, Nischen-Communitys und Kunden-Plattformen im Bereich B2B und B2C.
Einfaches Baukasten-Prinzip
BuddyPress ist kostenlos nutzbar, was natürlich enorm praktisch ist. Möglich wird es dadurch, dass weltweit tausende Menschen freiwillig an dem Plugin arbeiten. Die Besonderheit ist dabei aber auch, dass es sehr anwenderfreundlich ist. Das Plugin ist nicht überladen, sondern sehr flexibel und einfach zu nutzen. Das liegt am Baukastenprinzip, sodass jeder genau die Elemente nutzen kann, die für die eigene Seite gebraucht werden. Möglich machen es Module, die frei genutzt werden können. Entsprechend muss nicht das gesamte Paket genutzt werden, wenn man doch gar nicht alle Elemente braucht. Beispielsweise kann nur die Gruppenfunktion eingesetzt werden, während alle anderen Teile deaktiviert bleiben. Dabei passt BuddyPress die Navigationsleisten und Layouts automatisch an die gewählten Komponenten an.

Selber mitmachen
Bei diesem Plugin handelt es sich um ein GPL-lizenziertes Open-Source-Projekt. Es ist vollkommen kostenlos. Das wird möglich, weil es auf der ganzen Welt tausende Ehrenamtliche gibt, die an der Entwicklung beteiligt sind. Im BuddyPress Codex lassen sich nähere Informationen dazu finden. Es ist sozusagen das Online-Handbuch, das sich an die Nutzer, Entwickler und Administratoren richtet. Mehr noch findet man hier aber auch Informationen, wenn man sich selbst beteiligen möchte. Beispielsweise kann man Vorschläge für neue System-Architekturen anbieten oder auch ganz konkrete Code-Korrekturen zur Fehlerbehebung beitragen. Auch sind öffentliche Danksagungen an die Entwickler möglich.
Mehr als 20 Jahre WordPress
Mittlerweile hat das quelloffene Content-Management-System schon über zwanzig Jahre auf dem Buckel. Es wurde erstmals 2003 von Matt Mullenweg und Mike Little veröffentlicht. Kurz gesagt: Damit lassen sich Webseiten, Blogs, Online-Shops oder auch Communitys erstellen, ohne dass man besondere Programmierkenntnisse braucht. Sie lassen sich also sehr einfach erstellen und auch anpassen. Es gibt dabei zwei Möglichkeiten. Zum einen kann man das CMS auf einem eigenen Webserver installieren, wobei viele Hoster praktische 1-Klick-Installationen anbieten. Alternativ kann man auch den Cloud-Dienst WordPress.com nutzen, was noch zugänglicher ist. Informationen dazu lassen sich überall im Internet finden, sodass auch Anfänger einen schnellen Einstieg finden sollten.
Inhalte in WordPress können spielend leicht erstellt werden, da es den visuellen Gutenberg-Editor mit Block-System gibt. Darin können Texte ganz einfach geschrieben und formatiert werden, ebenso lassen sich Bilder und Medien einfügen. Man kann zudem sehr einfach das Design der gesamten Seite anpassen, wobei es zahlreiche Vorlagen gibt. Mit Plugins, wie beispielsweise BuddyPress, lassen sich viele weitere Funktionen implementieren, wozu Kontaktformulare, Shopsysteme, SEO-Tools und auch Community-Features gehören. WordPress richtet sich sowohl an Einsteiger und Blogger als auch an Unternehmen, Selbstständige, E-Commerce-Betreiber, Entwickler und Agenturen.
Fazit zu BuddyPress für WordPress
