PinePhone – Das Linux Smartphone
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Sie sind auf der Suche nach einem alternativen Handy bzw. Smartphone? Dann sind Sie auf diesem Artikel genau richtig! Hier stellen wir Ihnen heute das PinePhone vor, welches auf dem Betriebssystem Linux basiert, eine Ausgabe an einem Monitor unterstützt und hinzu noch sehr preiswert ist. Die Rede ist hierbei von dem PinePhone.
Inzwischen ist dieses Linux Smartphone längst keine reine Vorschau mehr, sondern seit seiner Einführung im Jahr 2019 fest erhältlich. Wenn man die komplette Hardware des PinePhone betrachtet, fällt schnell auf, dass das Handy in Anbetracht der Nische als ziemlich günstig bezeichnet werden kann. Weder Android noch iOS – das PinePhone basiert auf dem Betriebssystem Linux und stellt dabei eine vollwertige, für Handys angepasste Linux-Variante dar. Pine64 fertigt das Gerät bis heute in mehreren Produktionsserien und bietet es immer wieder neu an. Damit hat es sich als beliebteste Plattform für mobiles Linux einen festen Namen gemacht.
Genauere Details zum PinePhone
Das PinePhone Linux Smartphone ist etwa 160,5 Millimeter x 76,6 Millimeter groß und dabei nur 9,2 Millimeter dick. Laut den Herstellern bringt das PinePhone etwa 185 Gramm auf die Waage. Das große 5,95 Zoll Display sticht durch die farbtreue des IPS-Panels hervor. Das Display des Smartphones bietet dabei eine HD-Auflösung von 1440 x 720 Pixel. Der Allwinner A64 mit vier Cortex A53-Kernen kommt dabei als SoC zum Einsatz. Ebenfalls bietet das Smartphone eine Mali-400MP2 als integrierte GPU. Je nach Ausführung stehen zwei oder drei Gigabyte Arbeitsspeicher zur Verfügung, und der interne Speicher umfasst 16 beziehungsweise 32 Gigabyte. Dieser lässt sich problemlos durch microSD-Karten erweitern, wobei die Kapazität auf bis zu zwei Terabyte begrenzt ist.
Das PinePhone bietet eine klassische LTE Verbindung zu einem Mobilfunknetz an. Dabei sollen alle bekannten Bänder unterstützt werden, die den Standard des Mobilfunks unterstützen. Bluetooth 4.0 und WLAN nach 802.11 b/g/n stehen stets zur Verfügung. Ebenfalls ist das PinePhone mit einem GPS-Modul ausgestattet. Dabei werden GLONASS und A-GPS unterstützt.
Technische Besonderheit vom PinePhone
Als weitere Systeminformation ist eine Besonderheit hervorzuheben, die nicht viele Android Geräte unterstützen. Denn das PinePhone bietet einen USB Typ C-Anschluss, welcher die Bildausgabe an einem externen Monitor mit DisplayPort unterstützt. Dabei ist ein Gyroskop, ein elektrischer Kompass und ein Beleuchtungssensor verbaut. Eine echte Besonderheit sind zudem die sechs Hardware-Schalter unter der Rückabdeckung, mit denen sich Modem, WLAN, Mikrofon und Kameras physisch abschalten lassen. Praktisch ist außerdem, dass der Akku wechselbar ist und sich bei Bedarf in wenigen Sekunden tauschen lässt.
Der Akku kann mit einem 15 Watt Adapter geladen werden und bietet eine Kapazität von 2750 bis 3000 mAh. Ebenso steht ein Klinkenstecker für ein konventionelles Headset oder für Kopfhörer zur Verfügung. Zudem sind zwei Kameras verbaut, die eine Auflösung von 2 beziehungsweise 5 Megapixel bieten. Für etwa 150 US-Dollar lässt sich das PinePhone zuzüglich Versandkosten bestellen. Als Betriebssystem ist ab Werk Manjaro Linux mit Plasma Mobile installiert.
Betriebssysteme und Software für das Smartphone
Anders als ein gewöhnliches Smartphone legt Sie das PinePhone nicht auf ein einziges System fest. Stattdessen steht Ihnen eine ganze Reihe mobiler Linux-Distributionen offen, die Sie sogar bequem von einer microSD-Karte ausprobieren können. Neben dem vorinstallierten Manjaro mit Plasma Mobile zählen dazu unter anderem postmarketOS, Ubuntu Touch, Mobian und Sailfish OS. Jedes dieser Systeme verfolgt einen eigenen Ansatz, sodass Sie in Ruhe herausfinden können, welche Oberfläche am besten zu Ihnen passt. Genau diese Freiheit macht das Gerät für Bastler so reizvoll.

Ehrlich gesagt steckt diese Software allerdings noch in einer vergleichsweise jungen Phase, weshalb nicht jede Funktion vom ersten Tag an rundläuft. Manche Apps befinden sich im Alpha- oder Beta-Stadium, und gelegentlich müssen Sie selbst Hand anlegen, um alles zum Laufen zu bringen. Dafür belohnt Sie das PinePhone mit einem besonderen Trick: Schließen Sie es per USB-C an einen Monitor an, verwandelt es sich dank Desktop-Modus fast in einen kleinen Computer. Wer sich darauf einlässt, erlebt ein Stück offene Software-Welt, das kaum ein anderes Handy so bietet.
PinePhone Pro und die passende Zielgruppe
Für alle, die mehr Leistung wollten, brachte Pine64 Anfang 2022 den stärkeren PinePhone Pro auf den Markt. Dieser setzte auf einen schnelleren Rockchip-Prozessor, vier Gigabyte Arbeitsspeicher, 128 Gigabyte Speicher und deutlich bessere Kameras, kostete mit rund 400 US-Dollar aber auch fast das Doppelte. Weil sich das Modell jedoch nie so gut verkaufte wie das Original, stellte Pine64 die Produktion im August 2025 ein und richtet sich künftig stärker an RISC-V aus. Das klassische PinePhone bleibt dagegen erhältlich und gilt weiterhin als beliebteste Entwicklungsplattform.

Damit stellt sich die Frage, für wen sich das PinePhone eigentlich lohnt. In erster Linie richtet es sich an Linux-Fans, Entwickler und datenschutzbewusste Nutzer. Gerade die erwähnten Hardware-Schalter geben diesen Nutzern ein Stück Kontrolle zurück, das kaum ein anderes Smartphone bietet. Wer dagegen ein poliertes Alltagshandy für jede Situation sucht, ist mit einem gängigen Android- oder iOS-Modell nach wie vor besser bedient. Als neugieriges Zweitgerät und Experimentierfeld ist das PinePhone dagegen eine kleine Klasse für sich.