Bitcoin Mining mit dem Linux-Handy: Geht das?

Bitcoin Mining mit dem Linux-Handy: Geht das?
Vermischtes

Selbst wer noch nicht selbst mit Bitcoin oder anderen Kryptowährungen gehandelt hat, wird sicherlich schon einmal vom Mining gehört haben. Damit wird der Vorgang bezeichnet, mit dem neue Bitcoins entstehen. Theoretisch kann heute jeder Mining betreiben, allerdings hängen die Erfolge letztendlich von der Rechenkraft ab. Daher ist die Frage durchaus berechtigt, ob man mit dem Linux-Handy Bitcoin Mining machen kann.

Wie genau funktioniert das Mining und was muss man dafür tun? Grundsätzlich gilt, dass es Software und Seiten gibt, die beim Handel helfen können. Aber wie sieht es mit dem Prozess des Minings selbst aus? Gerade Linux-Anwender stellen sich die Frage, ob es auch mit ihrem Linux-Smartphone möglich ist. Im folgenden Artikel finden Sie die wichtigsten und aktuellsten Informationen zu diesem Thema.

Bitcoins und Mining – So funktioniert es

Bevor man sich überhaupt an das Mining machen kann, sollte man erst einmal wissen, wie Kryptowährungen und speziell der Bitcoin funktionieren. Gerade Anfänger können damit noch ihre Schwierigkeiten haben, da diese Währungen eben ganz anders als die klassischen funktionieren. Inzwischen gibt es den Bitcoin schon seit über 15 Jahren, denn die erste Version startete bereits Anfang 2009. In dieser Zeit ist der Kurs deutlich gestiegen, wodurch das Thema immer mehr Aufmerksamkeit erhalten hat. Immer mehr Menschen fragen sich daher, was es mit dieser Kryptowährung auf sich hat und wie sie technisch überhaupt funktioniert.

Beim Bitcoin handelt es sich um die Vorzeige-Kryptowährung, denn er ist nicht nur die älteste, sondern auch die bekannteste. Er ist allerdings längst nicht die einzige, denn eine Kryptowährung ist ganz allgemein eine digitale Währung, die über Verschlüsselungen abgesichert wird – daher auch der Namensteil „Krypto“. Anders als klassisches Geld wird der Bitcoin dabei nicht von einer Zentralbank herausgegeben, sondern ist dezentral organisiert. Alle Überweisungen werden stattdessen in einer langen, öffentlichen Kette von Transaktionen gespeichert, die man als Blockchain bezeichnet.

Jede Transaktion, die mit Bitcoins durchgeführt wird, wird in dieser Blockchain festgehalten, und genau dafür braucht das Netzwerk Rechenleistung zur Überprüfung. Damit zugleich neue Bitcoins entstehen, müssen ebenfalls aufwendige Rechenaufgaben gelöst werden – und genau diesen Vorgang nennt man Mining. Als Belohnung erhält der erfolgreiche Miner seit dem Halving im April 2024 aktuell 3,125 Bitcoin pro Block, während die Gesamtmenge fest auf 21 Millionen begrenzt ist und davon bereits über 95 Prozent geschürft sind. Weil die Aufgaben mit der Zeit immer schwieriger geworden sind, reicht ein normaler Computer dafür längst nicht mehr aus. Heute übernehmen spezialisierte Geräte, sogenannte ASIC-Miner, in großen Rechenzentren diese Arbeit und schließen sich zu Mining-Pools zusammen. Womit wir beim eigentlichen Punkt wären: dem Bitcoin Mining mit dem Smartphone.

Mit Linux-Smartphone Bitcoins schürfen

Um es kurz zu machen: Zwar lässt sich Mining-Software grundsätzlich auch auf einem Linux-Handy oder einem anderen Smartphone starten, doch für den Bitcoin lohnt sich das in der Praxis nicht. Der Grund ist die schiere Größenordnung: Das gesamte Netzwerk rechnet aktuell mit rund 800 bis 1.000 Trillionen Versuchen pro Sekunde, während ein Handy davon nur einen verschwindend kleinen Bruchteil beisteuern könnte. Bei manchen anderen Kryptowährungen ist einfaches Mining zwar noch eher möglich, doch auch dort steht der Aufwand meist in keinem Verhältnis zum Ertrag. Das bedeutet aber keineswegs, dass das Linux-Handy im Zusammenhang mit Bitcoin nutzlos wäre.

Mit Linux-Smartphone Bitcoins schürfen

Rein wirtschaftlich betrachtet spricht beim Handy vieles gegen das Schürfen, und das ganz nüchtern betrachtet. Ein Smartphone müsste dauerhaft unter Volllast laufen, was viel Strom verbraucht, das Gerät stark erwärmt und den Akku belastet, während der mögliche Ertrag im Bereich von Bruchteilen eines Cents läge. Selbst leistungsstarke ASIC-Miner erzielen heute je nach Strompreis nur überschaubare Margen, sodass ein Telefon hier schlicht in einer anderen Liga spielt. Wer über sein Handy an Bitcoin gelangen möchte, fährt daher mit dem direkten Kauf oder dem Handel deutlich einfacher. In diesen Bereich kann tatsächlich jeder relativ unkompliziert einsteigen.

Dafür gibt es spezielle Apps oder auch Online-Anbieter, über die sich mit Bitcoin und Kryptowährungen handeln lässt. Im Grunde werden dabei Bitcoins gekauft, die zu einem späteren Zeitpunkt wieder verkauft werden können, ganz ohne hohe Rechenleistung. Vorteilhaft ist zudem, dass sich auf solchen Plattformen meist mit mehr als nur Bitcoin handeln lässt, sodass jeder sein Portfolio breiter aufstellen kann. Da sich Kurse laufend ändern, lohnt es sich ohnehin, Trends und die eigene Bilanz stets im Blick zu behalten.

Illegales Bitcoin Mining über Apps

Ein Thema, das man rund ums Handy-Mining kennen sollte, ist das heimliche Schürfen über manipulierte Apps. Tatsächlich kam es in der Vergangenheit vor, dass über das eigene Gerät Kryptowährungen erzeugt wurden, ohne dass die Besitzer davon wussten – meist, weil man sich über eine App Schadsoftware eingefangen hatte. So gab es schon Spiele in App-Stores, die an der Oberfläche normal liefen, im Hintergrund aber die Rechenleistung vieler Smartphones bündelten. Interessant ist dabei, dass in solchen Fällen fast nie Bitcoin, sondern eher Währungen wie Monero geschürft werden, die sich noch mit gewöhnlichen Prozessoren berechnen lassen.

Illegales Bitcoin Mining über Apps

Aus genau diesem Grund haben Google und Apple bereits 2018 alle Apps aus ihren Stores verbannt, die direkt auf dem Gerät Kryptowährungen schürfen; erlaubt bleiben nur Programme, die das Mining aus der Ferne verwalten. Wer dennoch aufmerksam bleiben möchte, achtet auf typische Anzeichen: eine ungewöhnlich hohe Prozessorauslastung, einen spürbar warmen Akku, einen schnell sinkenden Ladestand sowie einen erhöhten Datenverbrauch. Sehr verbreitet ist diese Form der Schadsoftware nicht, da sie sich für die Entwickler kaum lohnt. Ein wenig Umsicht bei der Auswahl der installierten Apps schadet dennoch nie.

Fazit zum Bitcoin Mining mit dem Linux-Handy

Fazit zum Bitcoin Mining mit Handy Streng genommen ist Mining technisch mit fast jedem Handy möglich, also auch mit dem Linux-Smartphone. Praktisch und wirtschaftlich gilt das für wertvolle Währungen wie den Bitcoin allerdings nicht, denn die Berechnungen sind heute so anspruchsvoll, dass ganze Rechenzentren mit spezialisierter Hardware den Ton angeben und ein einzelnes Smartphone keinen spürbaren Beitrag leisten kann. Wer bequem mit seinem Handy an Bitcoins gelangen möchte, nutzt daher am besten Handelsplattformen, über die sich Bitcoin und auch andere Kryptowährungen ge- und wieder verkaufen lassen. Das ist unkompliziert, gelingt auch Einsteigern schnell und funktioniert letztlich mit jedem System – so also auch mit Linux.