Valve veröffentlicht Proton 11 und verkürzt die Lücke zu Windows 11

Valve veröffentlicht Proton 11 und verkürzt die Lücke zu Windows 11
Spiele

Mittlerweile passen Linux und Gaming absolut super zusammen. Die Zeiten, in denen es noch große Probleme gab, um bestimmte Spiele zum Laufen zu bekommen, sind eigentlich endgültig vorbei. Und zu erwarten ist, dass in den nächsten Jahren auch die letzten Lücken geschlossen werden. Unter anderem durch Proton 11, das jetzt von Valve in der experimentellen Version veröffentlicht wurde.

Damit macht Valve einen großen Schritt nach vorne. Spiele sollen zukünftig so reibungslos unter Linux laufen wie unter Windows 11. Dabei setzt Valve erstmals auf Wine 11, wobei es sich dabei um das Herzstück handelt. Damit werden sozusagen Windows-Befehle für Linux übersetzt. Die neue Version Wine kommt mit einer verbesserten Architektur daher und sorgt für mehr Stabilität. Mehr dazu gibt es in diesem Artikel zu erfahren.

Proton bekommt technische Upgrades spendiert

Spiele müssen für ihre jeweiligen Systeme optimiert werden, die unterschiedliche Grundstrukturen mit sich bringen. Meist legen Entwickler den Fokus auf die Betriebssysteme, die eben die größten Marktanteile haben. Das ist verständlich, da Anpassungen auch immer viel Geld kosten. Zukünftig könnte es aber dazu kommen, dass eine spezielle Anpassung für Linux gar nicht mehr notwendig ist, da Windows Spiele problemlos laufen können. Möglich macht es Proton. Dabei handelt es sich um eine Kompatibilitätsschicht, die Windows Spiele für Linux laufbar macht. Die Version Proton 11 ist experimentell und dient für verschiedene Tests. Doch schon jetzt zeigt sich, dass wieder große Sprünge zu erwarten sind.

Das Herzstück von Proton ist Wine, das jetzt in der Version 11 vorhanden ist. Mit Wine werden Windows-Befehle für Linux übersetzt. Dabei handelt es sich aber nicht um einen Emulator, sondern um einen Übersetzer, was deutlich besser für die Performance ist. Außerdem wurden in Proton 11 DXVK und VKD3D-Proton überarbeitet. Dabei handelt es sich um Übersetzer für die Grafik. DirectX Befehle können in Vulkan übersetzt werden, was das Linux-Gegenstück zu DirectX darstellt. Ebenso wurde die ARM-Architektur angepasst, sodass auch solche Prozessoren Windows-Spiele ausführen können. SteamWorks SDK 1.64 sorgt dafür, dass beim Spielen über Steam Erfolge und Cloud-Saves erhalten bleiben.

Community ist ebenfalls fleißig

Community ist ebenfalls fleißig Proton ist ein Produkt von Valve, doch damit wird nur die Basis geliefert. Die Community ist ebenfalls fleißig dabei, Spiele unter Linux zum Laufen zu bringen. So gibt es Ableger wie Proton-CachyOS oder Proton GE Custom, mit denen das Angebot um weitere Funktionen erweitert wird. Unter anderem FSR 4. Dabei handelt es sich um eine KI-gestützte Upscaling-Technologie von AMD. ProtonPlus ist dagegen ein Programm, durch das man die Übersicht behalten und zwischen den verschiedenen Proton-Versionen hin und her schalten kann. Linux-Nutzern werden die verschiedenen Angebote viele Freiheiten bieten.

Fazit zur Proton 11 Veröffentlichung

Fazit zur Proton 11 Veröffentlichung Viele Jahre hatte Windows die Nase vorne, doch in den kommenden Jahren dürfte der Abstand durchaus sinken. Das liegt daran, dass sich Linux immer mehr zu einer Gaming-Plattform entwickelt. Das bedeutet, dass Spiele, die vormals nur für Windows optimiert waren, sehr einfach unter Linux gespielt werden können. Möglich macht es das von Valve entwickelte Proton, das jetzt in der experimentellen Version 11 erschienen ist. Zahlreiche Neuerungen und Verbesserungen sorgen dafür, dass Spiele in Zukunft noch besser übersetzt werden. Das heißt, dass es auch Sprünge bei der Stabilität und der Leistung gibt. In Zukunft gibt es also kaum noch Gründe, nicht auf Linux zu setzen, nur weil man gerne viele Spiele spielen möchte.