CPU-Kühlung: Wärmeleitpaste richtig auftragen
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Ein Computer besteht aus mehreren Komponenten, die im Zusammenspiel dafür sorgen, dass überhaupt etwas funktioniert, Betriebssysteme installiert und Spiele gespielt werden können. Was nun die wichtigste Komponente in einem Gehäuse ist, darüber gibt es sicherlich unterschiedliche Ansichten. Die einen sagen das Mainboard, die anderen die Grafikkarte und wieder andere verweisen auf den Prozessor.
Doch tatsächlich würde das alles nicht viel bringen, wenn es keine Wärmeleitpaste gibt. Und diese ist im Grunde genauso wichtig wie jede andere Komponente und Kabel, die man in seinem Computer finden kann. Die Wärmeleitpaste hat die wichtige Aufgabe, Lücken zwischen dem Prozessor und dem Kühler zu schließen, sodass es nicht zu einer Überhitzung kommt. Es kann zur Austrocknung kommen, sodass sie erneuert werden muss. Das ist allerdings kein Hexenwerk. Wie das geht, gibt es in diesem Artikel zu erfahren.
Warum ist Wärmeleitpaste so wichtig?
Wer seinen eigenen PC zusammenbauen möchte, der muss wirklich an alles denken. Mehrere hundert Euro für die Technik sind schnell ausgegeben, doch die paar Euro für die Wärmeleitpaste sollten nicht vergessen werden. Doch warum ist diese überhaupt so wichtig? Es geht um die CPU, also den Prozessor, der dafür da ist, dass überhaupt etwas mit dem Computer berechnet werden kann. Der Prozessor ist eng mit einem Kühlkörper verbunden, an dem sich meistens ein Lüfter befindet. Doch diese Konstruktion alleine reicht nicht aus.
Zwar sieht ein Prozessor von außen betrachtet ganz glatt aus, doch mit bloßem Auge ist nicht zu erkennen, wie uneben die Fläche eigentlich auf mikroskopischer Ebene ist. Doch genau in diesen Lücken kann Luft dafür sorgen, dass Wärme nicht mehr optimal abgeleitet wird. In der Folge überhitzt der Prozessor, der im besten Fall einfach an Leistung verliert oder sich abschaltet. Im schlimmsten Fall kann der Prozessor Schaden nehmen. Wärmeleitpaste sorgt also auch für die Langlebigkeit der Hardware.
So wird sie aufgetragen
So wichtig Wärmeleitpaste auch ist, so einfach ist es im Grunde auch, diese aufzutragen. Sofern man keine zwei linken Hände hat. Zunächst muss der Kühlkörper abgebaut werden. Danach gilt es, die alte Wärmeleitpaste zu entfernen. Empfohlen wird eine Lösung mit mindestens 70 % Isopropanol oder spezielle TIM-Cleaner, die extra dafür gemacht werden (Thermal Interface Material). Verwendet werden sollte zudem ein fusselfreies Tuch. Die Oberfläche muss absolut trocken und fettfrei sein. Nach dem Reinigen sollte sie nicht mehr mit den Fingern berührt werden.
Beim Auftragen sollte man nicht mehr als eine Menge in der Größe einer Erbse oder eines Reiskorns benutzen, die direkt in der Mitte des Prozessors aufgetragen wird. Ein Verschmieren ist nicht notwendig, da sich die Paste unter dem Druck des Kühlkörpers ohnehin verschmieren wird. Also Paste auftragen und danach den Kühler aufbauen. Wer sie doch vorher verteilen möchte, sollte das mit einem kleinen Plastikspatel oder einer alten Kreditkarte machen. Bei größeren Prozessoren kann ein Kreuz gemacht werden, ehe der Kühler angesetzt wird. Sobald der Kühler einmal platziert wurde, sollte er nicht mehr angehoben werden. Beim Festziehen der Schrauben sollte man diese über Kreuz und schrittweise festziehen, damit sich der Druck gleichmäßig verteilt.
Fazit zu CPU-Kühlung
